Fórum social mundial - ciências et démocratie
Ciências e os movimentos sociais
Belem, janeiro 2009
Ciências e os movimentos sociais
Belem, janeiro 2009
Seit 2001 haben Weltsozialforen zunehmend die Tagesordnungen von Tausenden nichtstaatlichen Organisationen, Medien, Vereinigungen, Sozialbewegungen, lokalen Behörden, Anstalten und sogar Regierungen weltweit und über Grenzen hinweg beeinflusst. Heute werden sie als die wichtigsten Events angesehen, um soziale, kulturelle und ökologische Veränderungen auf globalen wie auch lokalen Niveaus zu durchdenken, weiter zu entwickeln und in ihren Ergebnissen zu teilen.
Obgleich die Auswirkungen von Wissenschaften und von Technik auf unser Alltagsleben, auf die ökonomischen, sozialen und Umweltbedingungen größer sind als je zuvor, haben wir beobachtet, dass in diesen Foren, seit den ersten WSF, ein chronisches Defizit an wissenschaftlichen und technischen Themen besteht.
Der Grund hierfür ist weder Gleichgültigkeit noch fehlende Kapazität oder Sachkenntnis weder der Sozialbewegungen noch der Wissenschaftler selbst. Vielmehr mangelt es an politischer Berücksichtigung der zukünftigen Rolle, die die Wissenschaften in unseren Gesellschaften einnehmen können.
Darum glauben wir, dass ein Raum geschaffen werden muss, der offene Kooperation, öffentliche, breite und demokratische Debatten zwischen Wissenschaftlern, NROs und sozialen Bewegungen auf globaler Ebene ermöglicht, der neue und spannende Perspektiven eröffnet:
das gemeinsame Wissen der Menschheit als öffentliches Gut zugänglich zu machen und zu fördern;
über relevante Aspekte und notwendige Mittel zu debattieren, um Wissenschaftler in der Ausübung ihrer sozialen Verantwortung zu unterstützen;
die Autonomie der Forscher zu stärken; den öffentlichen Auftrag der Forschung zu verteidigen und die Bedingungen für Studenten, Forscher und Ingenieure zu verbessern, unter denen wissenschaftliche Arbeiten durchgeführt werden;
die Sachkenntnis und das analytisches Verständnis in der Zivilgesellschaft zu stärken, um ihre Akteure zu konstruktiven Partnern wissenschaftlichen Organisationen zu machen sowie
die Fähigkeiten unser nördlichen und südlichen Gesellschaften zu fördern, demokratische Entscheidungen auch in Fragen von Wissenschaft und Technologie zu treffen.
Wissenschaftler und Sozialbewegungen müssen ihre Sachkenntnis teilen und ihre Standpunkte austauschen, um Gesellschaften mit mehr Respekt vor den Menschenrechten, der Vielfalt der Kultur sowie den sozialen und ökologischen Notwendigkeiten zu schaffen.
Folglich fordern wir, Bürger und/oder Organisationen, die Durchführung des ersten Weltsozialforums für Wissenschaft und Demokratie während des WSF in Belem - Brasilien, Januar 2009.